Unternehmertestament

Das Unternehmertestament bewahrt vor Streitigkeiten und spart eine Menge Geld.

Im deutschen Mittelstand gibt es pro Jahr ca. 70.000 neue zur Übergabe anstehende Unternehmen. Weiterhin müssen jedes Jahr ca. 5.000 Betriebe stillgelegt werden, weil sich kein geeigneter Nachfolger finden lässt. Als Gründe für die Unternehmensnachfolge überwiegt die altersbedingte Übergabe, jedoch kommt es auch etwa bei 25 Prozent der Unternehmen zu einer plötzlichen und überraschenden Übergabe aufgrund von Tod, Unfall, Krankheit. Aber auch dann soll das Unternehmen florieren und die Unternehmensführung  gesichert sein. Bei der gesetzlichen Erbfolge würde - bei mehreren Erben - eine Erbengemeinschaft entstehen, die aufgrund ihrer Schwerfälligkeit den Bestand des Unternehmens gefährden kann. Daher ist eine gewillkürte Erbfolge nötig - ein Unternehmertestament.

Die Unternehmensnachfolge ist für den Übergebenden sicherlich kein Thema mit dem er sich gerne beschäftigt. Jedoch sprechen die Zahlen für sich und zeigen, dass eine frühzeitige Vorbereitung auf die Unternehmensnachfolge unerlässlich ist, um das Unternehmen am Markt zu halten. Es macht keinen Sinn, einen Nachfolger einzusetzen, der infolge der sich hieraus ergebenden Steuern betriebserforderliche Anlagegegenstände verwerten muss, um erst einmal die Steuer bezahlen zu können, wenn dadurch das Unternehmen anschließend nicht mehr überlebensfähig ist.

Von daher gilt es für den Übergebenden zu prüfen, ob eine Übergabe innerhalb der Familie oder aber ein Verkauf an Externe die geeignete Lösung ist.

KÜNSTLER & KÜNSTLER zeigt Ihnen auf, wie es funktioniert.

Unternehmenskauf / Unternehmensverkauf

Beim Unternehmenskauf lassen sich grundsätzlich zwei Steuerpflichtige ausmachen: der Veräußerer und der Erwerber des Unternehmens (bzw. des Teilunternehmens oder der Geschäftsanteile). Beide Vertragsparteien verfolgen mit der Veräußerung bzw. Akquisition unterschiedliche - häufig sogar gegenläufige - strategische, wirtschaftliche und steuerliche Interessen. Während der Verkäufer einen möglichst hohen Kaufpreis nach Steuern zu erzielen sucht, kommt es dem Käufer darauf an, den zu zahlenden Kaufpreis möglichst schnell einkommensmindernd geltend zu machen. Diese unterschiedlichen Positionen gilt es bei der Steuerstrukturierung und Steuerplanung optimal zu verknüpfen. Diese Strukturierung und Planung stellen eine gemeinsame Aufgabe für Verkäufer und Erwerber dar.

Die Planungen auf der Seite des Käufers und Verkäufers müssen frühzeitig erfolgen und sollten die Interessenlage der anderen Vertragspartei berücksichtigen. In die zeitliche Planung eines Unternehmenskaufs sollte die Durchführung einer Due Deligence durch den Käufer, einschließlich der Tax Due Deligence, einbezogen werden.

Der Ablauf eines Unternehmenskaufes wird maßgeblich von den handelnden Akteuren und den Eigenarten des zu übernehmenden Unternehmens bestimmt. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Eigenarten des Unternehmenskaufes variieren stark, je nach Größe und Rechtsform des Unternehmens. Handelt es sich bei dem Verkaufsobjekt um eine GmbH oder eine GmbH & Co. KG, bedarf der Kaufvertrag zwingend der notariellen Beurkundung. Handelt es sich um ein börsennotiertes Unternehmen, sind die Vorgaben des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) einzuhalten. Zudem sind regelmäßig kartellrechtliche Fragen zu prüfen, insbesondere ob der Unternehmenskauf einer Anmelde- und Anzeigepflicht beim Bundeskartellamt unterliegt (Fusionskontrolle).

Unternehmensbewertung

Es gibt verschiedene Methoden der Unternehmensbewertung. Welche der Methoden gewählt wird, hängt vor allem von der Branche ab in der das Unternehmen tätig ist, von der Unternehmensgröße und dem Bewertungsanlass (zB. Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensanteile, Ein- und Austritte von Gesellschaftern, Umwandlungsfälle). Man kann grob zwischen zwei wesentlichen Methoden (und deren Kombination) unterscheiden. Welche Methode zum Zug kommt, hängt von der Branche, der Größe des Unternehmens und vom Bewertungsanlass ab.

Ertragswertmethode - Die zukünftigen entziehbaren finanziellen Überschüsse des Unternehmens.
Diese Herangehensweise spielt bei der Unternehmensbewertung die wichtigste Rolle. Wertbestimmend für den Unternehmenswert ist die Fähigkeit des Unternehmens, entziehbare finanzielle Überschüsse (Cash flow) für dessen Eigner zu erwirtschaften. Damit ergibt sich der Unternehmenswert grundsätzlich aus dem Barwert der künftig zufließenden finanziellen Überschüsse, die aus der Fortführung des Unternehmens erzielt werden plus des Wertes des nicht betriebsnotwendigen Vermögens. Die Ermittlung des Barwerts hat mit jenem Kapitalisierungszinssatz zu erfolgen, der der Rendite einer adäquaten Alternativanlage entspricht. Als Ausgangspunkt dient diesbezüglich die Rendite einer langfristigen Staatsanleihe.

Substanzwertmethode - Vermögensgegenstände minus Schulden
Unter dem Substanzwert versteht man grundsätzlich den Saldo aus dem um die stillen Reserven und stillen Lasten bereinigten Wert der im Unternehmen befindlichen betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände und Schulden. Der Substanzwert hat im Rahmen der Unternehmensbewertung in der Regel keine eigenständige Bedeutung. Die Substanz eines Unternehmens ist aus folgendem Grund für den Zukunftserfolg von Bedeutung: Das Vermögen des zu bewertenden Unternehmens bildet eine wesentliche Grundlage für dessen künftige Ertragsfähigkeit. Das am Bewertungsstichtag vorhandene Vermögen führt bei zweckgemäßer Verwendung zu künftigen Einnahmen oder zur Minderung künftiger Ausgaben.

Nachfolgerberatung

Sie machen sich Gedanken über die Unternehmensnachfolge?

Gerne beraten wir Sie und Ihren Nachfolger bei der Unternehmensübergabe – damit auch der steuerlich richtige Weg eingeschlagen wird und Sie auch im Ruhestand finanzielle Sicherheit genießen können. Ebenso behalten wir die erbrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Aspekte im Auge. Denn eine geschickte erb- und gesellschaftsrechtliche Gestaltung vermeidet beim Übergang von Unternehmen auf die nachfolgende Generation langwierige Auseinandersetzungen, die viel Geld und Energie kosten.

Die Unternehmensnachfolge beschreibt die führungs- und kapitalmäßige Überleitung der Unternehmergeschicke (vollständig oder teilweise) von einem bzw. mehreren abtretenden Unternehmern auf den oder die übernehmenden zukünftigen Unternehmer.

Da sich jede Übergabesituation anders gestaltet, müssen einige Punkte geregelt werden (z. B. Zeitpunkt der Übergabe, die vertragliche Gestaltung, die Zahlungsmodalitäten, Rechtsform des Betriebes etc. ...)

Hilfreich ist hierbei sicherlich die Erstellung eines Übergabeplans. Denn eine geschickte erb- und gesellschaftsrechtliche Gestaltung vermeidet beim Übergang von Unternehmen auf die nachfolgende Generation langwierige Auseinandersetzungen, die viel Geld und Energie kosten.

Künstler & Künstler
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